Zwischen Buckelwalen und Vulkanen – Hawaii Report

Wie wahrscheinlich die meisten von meinen Lesern wissen, war ich von 21.12.2018 bis 11.01.2018 auf den hawaiianischen Inseln in den Flitterwochen. Ein Lebenstraum den ich mir mit meinen Mann erfüllt habe. Wie es dazu kam? Ich würde mal sagen mein Papa und seine Frau sind schuld… im positiven Sinne 🙂 Vor einigen Jahren waren die zwei auf Urlaub in Hawaii, brachten eine Verlobung, wunderschöne Fotos und Geschichten mit nach hause. Von diesem Tag an war für mich klar, da will ich auch hin!

In den 21 Tagen haben wir drei verschiedene Inseln besucht. Übernachteten immer in privaten Airbnb Unterkünften – hauptsächlich weil es günstiger ist aber auch weil man somit die „Locals“ ein wenig unterstützen kann. Wir erkundeten die wunderschönen und außergewöhnlichen Orte auf allen Inseln und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen an den verschiedensten Stränden.

Meeresschutzgebiet Hawaii

Bevor ich euch jetzt gleich mit Fotos überschütte gibts aber noch ein paar Fakten rund um die Inseln 🙂 Seit 2006 gibt es ein riesiges Meeresschutzgebiet dort, diese Zone wurde 2016 von Barack Obama um das vierfache erweitert. Bis zu 7.000 Arten, darunter Delfine, Wale, Schildkröten und Haie finden hier Schutz vor der Fischerei. Aber nicht nur Säugetiere sollen dadurch geschützt werden auch Unterwasservulkane und Korallenriffe können so vor der Zerstörung des Menschen bewahrt werden.
Hier gehts zur Quelle

Grüne Meeresschildkröte

Fakten, Fakten, Fakten

1,4 Millionen Menschen leben auf Hawaii rund 7 Millionen Menschen besuchen die Inseln jedes Jahr… Circa 85% der Lebensmittel werden vom Festland auf die Inseln importiert. Hauptsächlich wird auf Hawaii Zuckerrohr, Ananas, Kaffee und Makadamia Nüsse angebaut.  Bis zum zweiten Weltkrieg versorgte Hawaii bis zu 80% der Welt mit Ananas. Die verschiedenen Plantagen sind manchmal auch für Touristen zugänglich. Besser jedoch: die meisten Bewohner der Insel verkaufen ihre Früchte direkt am Straßenrand – und ich garantiere absolute Köstlichkeit!

Trotz der vielen Touristen ist es auf Hawaii sehr sauber und müllfrei. Kaum ein Strand war voll mit Plastikteilen und auch das Meer schien immer sehr sauber und klar. Natürlich kann ich hier jetzt nur meine Erfahrung mitteilen. Ich habe auch mit ein einer lieben Dame gesprochen, die in Hawaii aufgewachsen ist, sie hat mir bestätigt, dass sie das Müllproblem eigentlich ganz gut im Griff haben. Wie genau das Ganze abläuft konnte sie mir aber nicht sagen.

Schrottautos, Obdachlosigkeit und Sperrzonen

Dennoch gibt es auch Schattenseiten auf Hawaii. Egal wo man hinfährt, alle paar Kilometer stehen Schrottautos am Straßenrand.. Ausgebeutet und von der Natur eingenommen. Was genau mit diesen Autos passiert weiß ich leider nicht… Was jedoch sicher ist: das viele Teile der Schrottautos nicht gut für die Umwelt sind! Autobatterie, Reifen, Motoröl usw.

Eine weiter nicht so schöne Seite auf Hawaii oder sagen wir speziell in Honolulu sind die vielen Obdachlosen die dort leben. Das Leben auf den Inseln ist nicht gerade billig… Im Durchschnitt verdient ein normaler Bürger um die 2.000$ im Monat (lt. der Hawaiianerin mit der ich gesprochen habe). Alleine zwischen 1.200 – 1.500$ gehen monatlich für eine Unterkunft drauf. Nicht zu vergessen, dass sich die Menschen in den USA selbst um ihre Gesundheitsversicherung kümmern müssen. Nicht selten kommt es vor, dass ein Schicksalsschlag oder ein Jobverlust die Leute auf die Straße bringt…

Honolulu Kanal

Solche Sperrzonen haben wir genug gesehen… An einem Strand war ein kleiner See (meiner Meinung nach natürlich, wurde mir aber nicht bestätigt), dieser durfte nicht betreten werden, da hier große Gefahr besteht, dass man sich mit eine Infektion holt. Auch am Kanal von Honolulu besteht absolutes Schwimm- & Angelverbot. Bis jetzt konnte ich noch nicht genau herausfinden warum das so ist…

So und jetzt möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen 😛 Hier gehts zu den Fotos:

First Stop – OAHU

Die erste Woche verbrachten wir auf der Hauptinsel in Oahu, unser Airbnb war direkt am berühmten Waikiki Beach in Honolulu. Ein kleines aber feines Apartment perfekt im Herzen der Stadt gelegen. Nachdem wir den ersten Tag verschlafen haben, Jetlag sei Dank, haben wir die restlichen Tage dafür voll ausgenutzt und waren eigentlich immer zeitig in der Früh unterwegs. Immerhin gab es ziemlich viel zu sehen.

Morgengrauen in Waikiki
Diamonds Head Honolulu
Hanauma Bay
North Shore Oahu
Waimea Valley
Regen im Paradies

 

Second Stop – BIG ISLAND

Am 27.12. flogen wir dann weiter nach Kailua Kona oder auch Hawaii Kona genannt auf Big Island. Im Vorhinein habe ich versucht eine Alternative zum Fliegen zu finden – ich dachte an eine Fähre z.B. – jedoch ist die einzig Möglichkeit auf eine andere Insel zu gelangen das Flugzeug… Auch hier haben wir wieder in einem wunderschönen privaten Apartment gewohnt. Big Island war auch unsere absolute Lieblingsinsel. Diese Insel bietet so viele verschiedene schöne Plätze, von traumhaften Stränden (weiße und schwarze) bis zu aktiven Vulkanen und riesigen Lavafeldern. Außerdem sahen wir grüne Meeresschildkröten und waren Manta Rochen schnorcheln <3

Bis zu 264 Manta Rochen leben in der Bucht vor Kailua Kona – dieser Spot ist einzigartig auf der Welt. Alle Rochen sind gechipt und haben einen Namen, der größte Manta der dort lebt hat einen Durchmesser von 7 Meter. Warum sie dort leben? Diese Frage kann man ganz einfach beantworten. Vor vielen Jahren wurde an die Klippen ein großer Hotelkomplex hingebaut und natürlich war dieser auch beleuchtet in der Nacht… Durch dieses Licht wurde Plankton angezogen und das wiederum zog die Mantas an..

Lava Tub – Volcano National Park
Versteinerte Lava die ins Meer geflossen ist – Volcano National Park
Akaka Falls
Sonnenuntergang Mauna Kea
Aktiver Vulkan und Lava
Weißer Sandstrand
Schwarzer Sandstrand

fließende Lava

Third Stop – MAUI

Maui wird auch die grüne Inseln von Hawaii genannt. Diesen Ruf hat diese Insel zu recht! Passend lag unser Airbnb im Osten der Insel, etwas abgeschieden von den Touristen Hot Spots, mitten im Jungel. Umgeben von riesigen Palmen und Sträuchern mitten im Nichts. Gleich am ersten Abend hat uns ein Jungle-Bewohner im Zimmer besucht… die Rede ist von einer riiiiiiiiiiiiesen Spinne… Ich hatte solche Panik, dass ich nicht mal ein Foto von diesem riesigen Ding gemacht habe.. 😛 Aber ich werde sie auch so nie vergessen.

Das Highlight auf Maui war definitiv die Whale Watching Tour. Jedes Jahr von Dezember bis April kommen die Buckelwale nach Hawaii um ihre Junge auf die Welt zu bekommen. Insgesamt 6 Wochen sind sie unterwegs von Alaska bis Hawaii. 1400-1600 Humpback Wales tummeln sich in dieser Zeit rund um die Inseln von Hawaii. Die Tour war sehr „sanft“ gestaltet, d.h. wir sind nicht wie wild auf die Tiere zugefahren. Wir konnten sie von der ferne aus gut beobachten und ein paar sind sogar bei uns vorbei geschwommen. 🙂 Unglaublich dieses Erlebnis!

 

Road to Hana
Wainapanapa State Park
Maui Mountains
Morgenstimmung

Die letzten drei Tage bevor es wieder ab nach Österreich ging, haben wir nochmal in Honolulu in einem Hotel verbracht. Nochmal so richtig die Sonne genießen und einfach nur relaxen. Ich kann euch die Inseln von Hawaii nur ans Herz legen, sie sind definitiv ein Besuch wert!

Habt ihr schon Ziele für 2018?

 

4 Replies to “Zwischen Buckelwalen und Vulkanen – Hawaii Report”

  1. Super schöne Bilder, wenn man die sieht, dann vergisst man (leider) oft die Schattenseiten von Hawaii.

    1. Hi Sabs 🙂 Ja Gott sei Dank gibt es nicht so viele sichtbare Schattenseiten!
      Und man darf ja auch genießen!!
      Bussi

  2. Willkommen zurück 🙂
    Neid! Wie schön das aussieht! Sonnig warm, ich hab fernweh!
    Schön, dass es auf Hawaii so sauber ist. Mich persönlich würde noch interessieren, wie genau sie das Problem Müll im Allgemeinen behandeln. Gibt es Verbrannungsanlagen oder wird der Müll auf das Festland gebracht? Auf so Inseln ist das ja schon immer ein Brennpunkt 😉
    Liebe Grüße,
    Stefanie*

    1. Ja mich persönlich würde das auch sehr interessieren. Wir haben sehr viele Sammelzentren gesehen, wohin der Müll kommt wissen wir leider nicht. Ich werde mal googeln, vielleicht finde ich etwas heraus. Nachdem aber so viel eingeführt wird denke ich kommt der ganze Müll auch wieder runter von der Insel…

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