Blogparade: Nachhaltiges Leben – wo fange ich an?

Blogparade: Ich möchte nachhaltiger Leben, wo fange ich an?

Dieser Beitrag geht in Zuge der BlogparadeIch möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“ von Edda vom Blog „the birds news nest“ online. Ich habe Edda eigentlich auf FB kennen gelernt, kenne sie mittlerweile sogar persönlich und habe sie sehr liebgewonnen. Ihr Engagement sowohl im privaten, beruflichen als auch unserer Umwelt gegenüber begeistert mich immer wieder aufs Neue. Also unbedingt mal bei ihr am Blog vorbeischauen bzw. wer sie persönlich kennen lernen will, kann auch gerne mal im Bio Supermarkt Friendly in Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling) vorbei schauen <3

Blogparade „Ich. möchte nachhaltiger Leben, wo fange ich an?“

Ich möchte nachhaltiger leben – wo fange ich an?

Wir werden jeden Tag auf Facebook oder Instagram mit Menschen „konfrontiert“ die – wenn man den Sozialen Netzwerken glauben möchte – ein perfektes nachhaltiges Leben führen und ihren ökologischen Fußabdruck aufs absolute Minimum reduziert haben… Das man sich da gleich mal überfordert fühlt, ist meiner Meinung nach ganz normal. Aber ganz ehrlich: keiner ist perfekt! Auch der nachhaltigste Mensch fährt mal mit dem Auto oder kauft eine Plastikflasche. Und das ist auch absolut OK!! Wichtig ist, dass wir Umdenken und den Rest der Zeit versuchen nachhaltig zu Handeln.

Solltest du also mit den Gedanken spielen in deinem alltäglichen Leben etwas umzustellen, um dein Leben nachhaltiger zu gestalten, dann denk daran: Nichts geht von 0 auf 100. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Jeder macht mal Fehler. Der Wille zählt! Dein Umdenken zählt! <3

Mein Einstieg in ein nachhaltigeres Leben – Second Hand

Es gibt so, so, so viele Dinge, die man ganz leicht umstellen kann. Von einem plastikfreien Badezimmer über Naturkosmetik bis hin zu mehr öffentlichen Verkehrsmitteln oder der täglichen Fahrt mit dem Fahrrad. Alles Dinge die man schnell und einfach in seinen Alltag integrieren kann – meiner Meinung nach. Wer meinen Blog verfolgt, weiß jedoch, dass ich ein absoluter Fan von Second Hand bin. Deshalb lege ich dir den Kauf von Second Hand Mode ans Herz 🙂

Die Modeindustrie ist nach der Ölindustrie die schmutzigste Industrie der Welt. Auf ihren Schultern lastet viel, dass zum heutigen Klimawandel beiträgt. Moderiesen wie H&M und Zara launchen im 14 Tage Rhythmus neue Kollektionen… unser Konsum hat sich in den letzten Jahren drastisch gesteigert. Weltweit werden im Jahr bis zu 80 MILLIARDEN KLEIDUNGSSTÜCKE GEKAUFT. Die Riesen produzieren so viel Kleidung, dass sie die einzelnen Stücke gar nicht mehr verkaufen können – bestimmt hast auch du schon davon gehört, dass H&M seine nicht verkaufte Ware einfach wieder verbrennt… #stopfastfashion lautet die erste Devise. Zu viel ist zu viel!

Sei doch mal ehrlich zu dir selbst und schau mal in deinen Kleiderschrank. Wie viele Teile liegen denn da drinnen, die du schon seit Jahren nicht mehr getragen hast? Wie viele neue sind denn dazu gekommen in den letzten Wochen? Statt jede Woche in ein Shoppingcenter zu laufen, könntest du z.B. mal ein Teil von deiner besten Freundin/deinem besten Freund, einem Geschwisterteil oder den Eltern ausborgen. Lade doch mal deine Freunde und Verwandten zu einer Kleidertauschparty ein 🙂 mit diesen einfachen Dingen kommt ganz nachhaltig und ökologisch wieder Abwechslung in deinen Kleiderschrank.

Wenn du mehr über das Thema Fast Fashion wissen möchtest, dann schau doch gerne mal bei meinem ausführlichen Beitrag dazu vorbei.

Warum auf Second Hand setzen?

Zur Herstellung einer Jeans benötigt man bis zu 8.000 Liter Wasser – die Herstellung einer Second Hand Jeans benötigt 0 Liter Wasser. Klingt logisch, oder? Das Baumwolle viel Wasser braucht, sollte mittlerweile jedem Menschen klar sein – witzig, dass gerade Länder wie Ägypten, Türkei, Pakistan, Usbekistan, Indien und China zu den Hauptexporteuren im Baumwollgeschäft gehören. Also wenn ich an Ägypten denke, kommt mir automatisch die karge, heiße und trockene Landschaft in den Sinn. Wasser gibt es dort wohl nicht im Überfluss… Ein Kilo Baumwolle benötigt aber bis zu 30.000 Liter von dieser Flüssigkeit.

Ja die Modeindustrie benötigt unheimlich viel Wasser! So viel Wasser, dass sie sogar schon einen ganzen See trockengelegt hat! Der Aralsee in Usbekistan trocknete aufgrund der riesigen Baumwollplantagen aus. Ich habe hier einen ausführlichen Bericht dazu.

Die Modeindustrie verbraucht aber nicht nur viel Wasser, sie steckt auch noch voller Chemie, mit der sie unsere Flüsse verschmutzt und den Menschen schadet. Sie steckt auch noch voller Plastik und Mikroplastik, mit der sie unsere Meere verschmutzt… Deshalb ist es unheimlich wichtig, dass wir auf Second Hand bzw. Eco & Fair Fashion setzen 🙂 Wenn du damit beginnst, hast du schon einen sehr großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Second Hand – wie fange ich an

Mit Second Hand Mode anzufangen ist in der heutigen Zeit eigentlich sehr einfach 🙂 Hier ein paar Tipps von mir:

  • Nutze Plattformen wie Willhaben, Kleiderkreisel, Shpock oder den Facebook Marketplace. Mein Favorit ist definitiv Shpock und Kleiderkreisel 🙂 Hier habe ich schon einige wundervolle Dinge gefunden sowie einiges verkauft. Ich habe zum Verkaufen auf Kleiderkreisel auch einen Blogbeitrag geschrieben.
  • Second Hand Shops gibt es wirklich schon sehr viele 🙂 Alle glänzen in ihrem ganz eigenen Stil und dahinter stehen meistens echt liebe Menschen, die definitiv in ihrem Tun unterstützt gehören! Mein Lieblings Second Hand Shop ist der von der lieben Anita „Fashion2.0“. <3 Werbung weil Liebe und Koop. <3
  • Schau dich auf Facebook um, es gibt einige Share & Care Gruppen in vielen Regionen (wenn nicht in deiner, dann gründe doch eine). Das Prinzip in solch einer Gruppe ist einfach, alles was man selbst nicht mehr braucht wird an andere interessierte verschenkt. Großartig, ich liebe diese Gruppe!
  • Veranstalte eine Kleidertauschparty! Es macht tausendmal mehr Spaß sich mit seinen liebsten Menschen zu umgeben und bei einem Glas Wein und Chips gegenseitig Kleidung auszutauschen anstatt im überfüllten Einkaufszentrum ewig an der Kassa zu stehen 😉
  • Leihe dir Kleidung. Gerade für bestimmte Anlässe wie z.B. das Oktoberfest ist das total sinnvoll. Warum jedes Jahr ein neues Dirndl kaufen? Immerhin tragen es die meisten nur einmal im Jahr. Wenn es dich stört jedes Jahr im gleichen Outfit zu kommen, dann leih dir doch einfach ein Dirndl oder eine Lederhose aus. Es gibt Stores, die Kleidung verleihen oder du fragst einfach mal in deinem Bekanntenkreis nach 🙂 Dies ist z.B. auch sinnvoll für einen Ball oder bei einer Hochzeit.
  • Verändere deine Kleidung bzw. Peppe sie auf 🙂 Wenn du begabt mit Nadel und Faden bist, dann verändere deine Kleidungsstücke doch, so verwandelst du deine Jeans in ein Unikat.

Solltet du dennoch mal Lust haben, mal wieder die Geldbörse zu entlasten 😛 Dann achte doch einfach mal beim nächsten Einkauf auf Naturphasern (immerhin besser als wieder unnötig Plastik in Umlauf zu bringen). Oder noch besser: du shoppst Eco und Fair Fashion <3

Das war mein Tipp für einen Beginn in ein nachhaltigeres Leben. Glaub mir, es ist einfacher als man es sich vorstellt 🙂 Ich freu mich schon sehr auf alle anderen Tipps von den weitern TeilnehmerInnen der Blogparade. Es wird am Blog von Edda eine Liste dazu geben. Auch ich werde hier am Ende alle Beiträge verlinken.

Hier findest du alle Links zu den anderen Beiträgen der Blogparade.

Quellen:

2 Kommentare bei „Blogparade: Nachhaltiges Leben – wo fange ich an?“

  1. Schön, dass du auch mit dabei bist und danke fürs verlinken =) Second Hand ist ein tolles Thema. Wenn man einmal gemerkt hat, wie viele schöne Kleidung es aus zweiter Hand gibt, kauft man garantiert kaum noch neu. Super Artikel!
    Liebe Grüße,
    Katharina vom http://www.Wendlandrand.de

  2. Christina Neumeister-Böck sagt: Antworten

    Cooler Beitrag und tolle Aktion!

Schreibe einen Kommentar

*